Lia Sudermann

Djane Sündemann

Djane Sündemann ist Performanceprojekt und alter Ego von Lia Sudermann (künstlerische Mitarbeit: Franz-Xaver Franz). In unterschiedlichen Kontexten aufgenommene Audiotracks, die von Hasstiraden über theoretische Überlegungen bis hin zu Jubelchören reichen, werden auf der Bühne zu Mindsets zusammengemischt und wie Musik aufgelegt.

I think from now on, I will not trust anyone who isn’t angry, schrieb die feministische Science-Fiction Autorin Joanna Russ 1995 und bezog sich dabei auf die Wut als Notwendigkeit angesichts von Ungerechtigkeit und Unterdrückung. Heute bekommt diese Prämisse angesichts der kollektiven Empörung in digitalen Feedback-Schleifen einen üblen Beigeschmack. An die Stelle von wütenden, aber engagierten Intellektuellen sind destruktive Hassposter getreten. Das (soziale) Medium ändert den Diskurs: Wenn wir alle als erregte Sender und Empfänger gleichermaßen fungieren, wer hört dann eigentlich zu?

Djane Sündemann deutet die souveräne Rolle des DJs als selbstermächtigende Sprechposition um, aus welcher heraus sie ihre Crowd „zwingt“ ihren Gedanken zuzuhören. Weiterscrollen unmöglich.  

Lia Sudermann

Geboren 1985 in Nürnberg, lebt und arbeitet in Köln, Innsbruck und Frankfurt. Bis 2015 Studium an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Ihr Diplomfilm Zum Schluss bleibt nur die Berberitze, ein langer Dokumentarfilm zum Thema forensische Psychiatrie, lief am One World Filmfestival in Bukarest 2016 und beim Stranger Than Fiction, Dokumentarfilmfestival NRW 2017. Seit 2013 ist sie mit verschiedenen Inszenierungen und Performances auf und hinter der Bühne.

Unter anderem 2013 in wir wollen eine nahwelt bauen gemeinsam mit Franz-Xaver Franz, Martin Fritz und Ale Bachlechner im Freien Theater in Innsbruck, 2015 mit Franz-Xaver Franz und Martin Fritz in Stabile Seitenlage in der Bäckerei Innsbruck, 2016 mit Franz-Xaver Franz, Lissie Rettenwander und Olivia Platzer in Feldforschung. Protokoll einer mageren Ausbeute, einem Theaterstück über SaisonarbeiterInnen in Tirol (Auftritte u.a. im Werk X Wien, brunnenpassage Wien, Kosmostheater Bregenz, Tiroler Landesmuseum Innsbruck).

Als DJANE SÜNDEMANN trat sie auf beim mic drop - Lecture Performance Festival in Innsbruck 2017, beim Symposium Situating the everyday, Interdisziplinäre Erforschung von Alltag, Köln 2017, Cheers for Fears Festival im FFT Düsseldorf 2017, in der Show Postmodern Talking an der Kunsthochschule für Medien Köln 2017 und beim Skandaløs-Festival 2017 in Niebüll.

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Ein Projekt von stadt_potenziale 2017

Mit freundlicher Unterstützung von Land Tirol

In Kooperation mit tON/NOt,

Vorbrenner, Vogelweide Waltherpark und Kooio

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